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Jeroen Struijs

Senior Researcher , National Institute of Public Health and the Environment, Associate professor Leiden University Medical Center, Department of Public Health

Dr. Jeroen Strujis forscht seit 2000 am Department of Quality of Care and Health Economics sowie dem National Institute of Public Health and the Environment. Zuvor war er praktizierender Physiotherapeut. Seine Forschung deckt ein breites Themengebiet ab: von Bezahlungsreformen und technischen Innovationen bis hin zu Organisationsenwicklung im Gesundheitssystem. Jeroen Struijs publiziert regelmässig in renommierten Gesundheitsjournalen wie «Health Affairs» oder «New England Journal of Medicine». Er absolvierte ein Studium in Gesundheitswissenschaften an den Universitäten in Amsterdam, Maastricht und Rotterdam.

keynote | Deutsch

Review
2018

Gesundheitssysteme im Spannungsfeld zwischen Patientenbedürfnissen und Kostenbremse…

...In ihrem Inputreferat zum Panel „Gesundheitssysteme im internationalen Vergleich“ legte die österreichische Gesundheitswissenschaftlerin Claudia Fischer dar, dass die Menschen in der Schweiz im Vergleich zum Durchschnitt der OECD-Länder eine höhere Lebenserwartung, tiefere Gesundheitsrisiken und eine qualitativ hochwertigere Gesundheitsversorgung haben. Allerdings sind auch die Kosten und der Ressourcenverbrauch pro Person in der Schweiz höher als im OECD-Durchschnitt. Anschliessend skizzierten Marianne Olsson und Jeroen Struijs die Gesundheitssysteme in Schweden und in den Niederlanden. So haben in den Niederlanden die Hausärzte eine sehr starke Stellung, wie Struijs, Associate Professor am Leiden University Medical Center, ausführte. Ausserdem gebe es finanzielle Anreize, kostengünstige Behandlungsanbieter zu nutzen. Das schwedische Gesundheitssystem wird vorwiegend von der öffentlichen Hand finanziert und gilt als sehr leistungsfähig. Trotzdem würde nachweislich nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleich viel Geld ausgegeben und seien die Leute unzufrieden, so Olsson, Gründerin der Beratungsfirma Mofirm und ehemalige Präsidentin European Healthcare Management Association. In der darauffolgenden Podiumsdiskussion mit Olsson, Struijs und dem Direktor des Bundesamts für Gesundheit Pascal Strupler unter der Leitung von Fischer stand die Frage im Mittelpunkt, wie die sich verändernden Patientenbedürfnisse und die gestiegenen Ansprüche an die Gesundheitsversorgung im Spannungsfeld mit dem zunehmenden Kostendruck erfüllt werden können.