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Marianne Olsson

Director, Mofirm

Marianne Olsson verfügt über langjährige Führungserfahrung in den Bereichen Gesundheit und Soziales. Zurzeit ist sie als unabhängige Beraterin bei der von ihr gegründeten Beratungsfirma Mofirm tätig. Dabei beschäftigt sie sich vor allem mit Managementfragen im Gesundheitssektor. Zuvor war Olsson Generaldirektorin des Projekts «The second City of Sweden», bei dem sie in einem multi-kulturellen Setting erfolgreich ein neues Medizinzentrum aufgebaut hat. Zudem war sie Direktorin der Qualitätsverbesserung am Sahlgrenska University Hospital, dem grössten Spital Schwedens. Olsson war Chairman der European Healthcare Management Association (EHMA) und Mitglied im Steering Comittee der European Innovation Partnership on Active and Helthy Aging.

keynote | Deutsch

Review
2018

Gesundheitssysteme im Spannungsfeld zwischen Patientenbedürfnissen und Kostenbremse…

...In ihrem Inputreferat zum Panel „Gesundheitssysteme im internationalen Vergleich“ legte die österreichische Gesundheitswissenschaftlerin Claudia Fischer dar, dass die Menschen in der Schweiz im Vergleich zum Durchschnitt der OECD-Länder eine höhere Lebenserwartung, tiefere Gesundheitsrisiken und eine qualitativ hochwertigere Gesundheitsversorgung haben. Allerdings sind auch die Kosten und der Ressourcenverbrauch pro Person in der Schweiz höher als im OECD-Durchschnitt. Anschliessend skizzierten Marianne Olsson und Jeroen Struijs die Gesundheitssysteme in Schweden und in den Niederlanden. So haben in den Niederlanden die Hausärzte eine sehr starke Stellung, wie Struijs, Associate Professor am Leiden University Medical Center, ausführte. Ausserdem gebe es finanzielle Anreize, kostengünstige Behandlungsanbieter zu nutzen. Das schwedische Gesundheitssystem wird vorwiegend von der öffentlichen Hand finanziert und gilt als sehr leistungsfähig. Trotzdem würde nachweislich nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleich viel Geld ausgegeben und seien die Leute unzufrieden, so Olsson, Gründerin der Beratungsfirma Mofirm und ehemalige Präsidentin European Healthcare Management Association. In der darauffolgenden Podiumsdiskussion mit Olsson, Struijs und dem Direktor des Bundesamts für Gesundheit Pascal Strupler unter der Leitung von Fischer stand die Frage im Mittelpunkt, wie die sich verändernden Patientenbedürfnisse und die gestiegenen Ansprüche an die Gesundheitsversorgung im Spannungsfeld mit dem zunehmenden Kostendruck erfüllt werden können.