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Antoine Hubert

Delegierter des Verwaltungsrates, AEVIS VICTORIA AG

Vor der Beteiligung an der Clinique de Genolier 2002 und der Gründung von Swiss Medical Network 2004 war Antoine Hubert in der Immobilienbranche tätig, gründete Unternehmen und wirkte im Verwaltungsrat verschiedener Firmen mit.

Er ist Delegierter des Verwaltungsrats der AEVIS VICTORIA SA. Die an der SIX Swiss Exchange kotierte Investmentgesellschaft konzentriert sich auf drei Bereiche mit hoher Wertschöpfung und hohem Wachstumspotenzial: Gesundheitswesen, Lifestyle und Infrastruktur. Zudem ist er Delegierter des Verwaltungsrats der Schweizer Privatklinikgruppe Swiss Medical Network SA und Präsident bzw. Verwaltungsratsmitglied diverser Organisationen. Ferner gehört er dem Stiftungsrat der Fondation de Prévoyance Swiss Medical Network und der Genolier Foundation für medizinische Solidarität an.

panel | Englisch

16:20 UHR

Review
2020

Bei den Anreizen ansetzen für mehr Effizienz im Schweizer Gesundheitswesen

Im letzten Panel an der FutureHealth Basel 2020 diskutierten Antoine Hubert und Tilman Slembeck über die grössten Baustellen im Schweizer Gesundheitssystem und mögliche Lösungsansätze. Slembeck identifizierte die Kantone, welche gleichzeitig als Zahler, Planer, Betreiber und Regulierer der Spitäler fungieren, als Verursacher grosser Ineffizienz. Weiter könnte die Digitalisierung eigentlich Transparenz über die Behandlungen verschaffen, aber das wiederum sei von den Leistungserbringern oft gar nicht gewollt. «Doppelspurigkeiten würden plötzlich sichtbar», erklärte der Professor für Volkswirtschaftslehre. Deshalb rege sich ein riesiger Widerstand im System, denn viele wollten einfach Geld verdienen. Schliesslich seien die fehlenden Anreize für die Krankenversicherer, die Menschen gesund zu erhalten und Prävention zu betreiben, ein Problem, so Slembeck. «Die Leute können in der Schweiz viel zu einfach die Krankenkasse wechseln.»

Hubert sieht die falschen oder fehlenden Anreize insgesamt als Hauptproblem des Schweizer Gesundheitssystems. Und hier gelte es anzusetzen: «Wir müssen die Anreize ändern, bevor wir irgendetwas anderes tun. Ansonsten wird sich nichts verbessern und es werden nur neue Kosten verursacht», so der Delegierte des Verwaltungsrats der AEVIS VICTORIA AG. Seiner Ansicht nach liesse sich das Schweizer Gesundheitssystem ziemlich einfach umbauen, wenn man das denn wirklich wolle. Hierfür brauche es Mut und disruptive Leute. Slembeck hingegen vertrat die Meinung, dass Veränderung in der Schweiz wegen des Bottom-up-Systems nur langsam möglich sei.